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Vom Meeresbiologen zum ersten Springer der Ortsämter

Wie Marc Liedtke als Klimastadtmanager in Bremerhaven sein (berufliches) Glück im Ortsamt Hemelingen fand

Das Bild zeigt Marc Liedtke  vor einer Luftaufnahme des Weserwehr

Formal besteht ein Ortsamt aus Ortsamtsleitung, kommunaler Sachbearbeitung und Stadtteilassistenz. „Kommunaler Sachbearbeiter, das hört sich wirklich sehr verstaubt an und bildet gar nicht das ab, was ich mache“, seufzt Marc Liedtke. Dabei sei er doch als Bindeglied zwischen den Bürger:innen unter anderem Experte in den Bereichen Pädagogik, Umwelt, Bau, Wirtschaft und Stadtentwicklung geworden. Seine Arbeit beschreibt er als sehr vielfältig. Es gäbe immer wieder neue Herausforderungen und Probleme, für die es Lösungen braucht. Die größte Herausforderung sei mitunter die Betreuung des Jugendbeirats. „Das ist schon ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit, aber ich bin nun mal kein ausgebildeter Pädagoge“, erläutert Marc Liedtke. Spannende Themen begleiten seinen Arbeitsalltag und schleichen sich durch die abendlichen Beirats- und Fachausschusssitzungen auch ins Privatleben.

Marc Liedtke im Gespräch.

Einst studierte der gebürtige Bremer Meeresbiologie und anschließend Wissenschaftskommunikation, begann dann in Bremerhaven in der Presseabteilung des Schifffahrtsmuseums und wurde schließlich Klimastadtmanager. Durch sein Ehrenamt im Bürgerverein Horn-Lehe merkt er seinen Spaß an der Zusammenarbeit mit Nachbarschaften, Vereinen, Politik und Beirat: Er will den Stadtteil voranbringen. Nach fast zehn Jahren kehrt er der Hafenstadt den Rücken und beginnt als Springer für die Ortsämter Bremens. Knapp zwei Jahre hilft er dort, wo Hilfe gebraucht wird: Oberneuland, Vahr/Schwachhausen und auch Hemelingen. Letzterer ist ein arbeitstechnisch sehr interessanter Stadtteil, etwa durch die ländliche Prägung in Arbergen und Mahndorf oder das urbane Hastedt. Auch die benachteiligten Gebiete in Sebaldsbrück und Hemelingen sorgen für abwechslungsreiche Themen im Arbeitsalltag.

Beruflich schlägt sein Herz nun für Hemelingen, privat für Horn-Lehe und allgemein für die Fahrradstadt Bremen: „Urlaube und Wegfahren sind ok, aber es zieht mich immer wieder nach Bremen zurück. Die Nähe zum Wasser, die Grünflächen, die kurzen Wege, allgemein hat Bremen die richtige Größe“, schwärmt der Zweifach-Papa, der mit seiner Familie am Rhododendron-Park wohnt.
Wir können uns wohl gewiss sein, dass Marc Liedtke der Stadt Bremen treu bleibt. Für die Zukunft wünscht er sich vielleicht irgendwann selbst Ortsamtsleiter zu werden; vor allem aber begrüßt der Netzwerker die Digitalisierung, um die Teilhabe im Stadtteil zu erhöhen, die Aktenberge zu minimieren und eventuell das „Problem“ mit dem Protokoll-Schreiben zu lösen.

Fotos: Michael Schnelle, Fotoarchiv SKB-Bremen

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